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Außer-Haus-Tipp Programm

3x Dokusalon im September

Der September kommt und damit das Ende unserer Sommerpause. In diesem Monat haben wir gleich drei Termine für euch.

Los geht es schon am Freitag dem 02.09.2022. An diesem Abend sind wir zu Gast beim Sommer im Hof Open Air im HausDrei in Altona.

Foto: © Paweł Łoziński

Bei diesem Anlass zeigen wir THE BALCONY MOVIE von Paweł Łoziński. Auf der Suche nach einer neuen Filmidee stellt dieser seine Kamera auf dem heimischen Balkon in Warschau auf. Von dort aus sucht er das Gespräch mit den Passant:innen. Es entsteht ein warmherziger Film über Nachbarschaft, flüchtige Begegnungen, den kurzen Schnack und die ganz großen Themen.

Mehr zu diesem Abend findet ihr hier: https://haus-drei.de/event/open-air-kino-the-balcony-movie/

Foto: © Intuitive Pictures

Zurück im B-Movie zeigen wir Filme aus der und über die Ukraine. (Soziale) Mobilität und Arbeitsmigration sind dabei die Themen am 13.09.2022. Anknüpfend an unser Gastspiel im HausDrei zeigen wir als Vorfilm PANI Z UKRAINY (THE UNKRANIAN CLEANING LADY) von Paweł Łoziński. Im 20 minütigen Film spricht dieser mit seiner ukrainischen Haushaltshilfe, Lesya Gladka, die in Polen arbeitet, um das Auskommen für sich und ihre Tochter zu sichern.

Als Hauptfilm läuft dann DON’T WORRY THE DOORS WILL OPEN von Oksana Karpovych. In ihrem Erstlingswerk geht es um sogenannte Elektrychka (електри́чка). Diese Nahverkehrszüge verbinden in der Ukraine die Großstädte mit der Provinz. In ihren teils klapprigen Waggons begegnen sich täglich Arbeiter:innen, Schüler:innen aber auch Bäuer:innen mit ihren Waren. Ein liebevoller Blick auf einen sozialen Mikrokosmos auf der Schiene.

Foto: © jip film & verleih

Am 27.09.2022. zeigen wir dann schließlich THIS RAIN WILL NEVER STOP von Alina Gorlova. Als Teenager flieht Andriy mit seinen Eltern aus Syrien. Doch auch in seiner neuen Heimat, der Ukraine, findet er keinen Frieden. Der Omnipräsenz des Krieges setzt Andriy sein Engagement beim Roten Kreuz entgegen. Seine Geschichte wird zum roten Faden eines bildgewaltigen Filmes über Krieg, Flucht und die Suche nach Heimat.

Mehr zu unserem Programm: SEPTEMBER 2022

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Selbstverwaltung & Selbstbestimmung im Juli

Im August legt der Dokumentarfilm auch dieses Jahr eine kleine Sommerpause ein. Zuvor haben wir aber zwei Filme über erkämpfte Freiheiten und noch zu erkämpfende Rechte für euch.

Foto: Violeta Jordá, © W-film

Los geht es am 12.07. mit MEIN NAME IST VIOLETA. Der Film erzählt die Geschichte eines 11-jährigen Mädchens, das als Junge auf die Welt kam. Bereits im Kleinkindalter ahnten ihre Eltern, dass Violeta trans* sein könnte, denn sie bezeichnete und kleidete sich wie selbstverständlich als Mädchen. Nach der anfänglichen Verwunderung fasste das Paar den Entschluss: Aller Hindernisse zum Trotz unterstützen sie Violeta bei der freien Entfaltung ihrer Geschlechtsidentität! Gemeinsam steht die Familie nun vor rechtlichen und medizinischen Herausforderungen. Violetas Geschichte bleibt im Film dabei nie alleine – andere Mitglieder der LGBTQIA+ Community, Aktivist*innen, Freunde und Familie teilen ihre Erfahrungen, Ängste und Hoffnungen. Eins wünschen sie sich alle: Mehr Akzeptanz, mehr Aufklärung und ein Recht auf körperliche Selbstbestimmung. #TransRightsAreHumanRights

Am 26.07. zeigen wir dann FREIE RÄUME. Inspiriert durch die 68er-Revolte versuchten Jugendliche in Westdeutschland in ihren Städten und Gemeinden selbstverwaltete Jugendzentren und Jugendhäuser zu etablieren. Sie kämpften um eigene Treffpunkte, eigene Freizeitgestaltung – ohne Konsumzwang und ohne Kontrolle durch die Elterngeneration. Mit Parolen wie “Was wir wollen: Freizeit ohne Kontrollen” gingen sie auf die Straßen, sammelten Unterschriften und stritten sich mit Kommunalpolitikern. Bereits in den frühen 1970er Jahren entstanden so in vielen Städten und Gemeinden Initiativgruppen Jugendlicher. Freie Räume geht dieser von der Geschichtsschreibung fast vergessenen Bewegung nach und versucht darüberhinaus herauszufinden, was von ihr übrig geblieben ist.

Im Anschluss sprechen wir mit Regisseur Tobias Frindt. Tobias Frindt kann an dem Abend leider nicht bei uns sein.

Trailer und weitere Infos findet ihr unter: JULI 2022

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Alle Ampeln auf Gelb im Juni

Im Juni könnt ihr im Salon Hamburgs vielleicht ersten Graffiti-Tagger kennen lernen. Kommenden Dienstag (14.06) zeigen wir EIFFE FOR PRESIDENT – ALLE AMPELN AUF GELB über Peter Ernst Eiffe. Bereits 1968 überzieht er mit seinem Filzstift Toiletten, Verkehrsschilder und Briefkästen. Nachdem er für eine Aktion mit seinem Fiat in die Wandelhalle im Hauptbahnhof fährt, wird er jedoch verhaftet und in Ochsenzoll eingewiesen. Dieser Film erinnert an einen aufmüpfigen Künstler, der seiner Zeit voraus war.

Zu Gast ist Regisseur Christian Bau. Darauf freuen wir uns sehr!

Weitere Informationen: JUNI 2022

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Let’s talk! im Mai

Still aus dem Dokumentarfilm THE BALCONY MOVIE. Eine Familie steht auf dem Bürgersteig und schaut zur Kamera, die auf einem Balkon im ersten Stock aufgestellt ist.
Foto: © Paweł Łoziński

In unseren Mai-Filmen kommen fremde Menschen ins Gespräch. Los geht es am 10.05. mit THE BALCONY MOVIE von Paweł Łoziński. Vom heimischen Balkon verwickelt der polnische Regisseur Passant:innen ins Gespräch. Sein Film zeigt diese kurzen, aber oft humorvollen oder gar philosophischen Begegnungen.

Still aus dem Dokumentarfilms KRAI. Ein kleines Mädchen und ein alter Mann schauen zum Fenster eines PKW hinein.
Foto: © HORSE&FRUITS

Am 24.05. geht es dann mit KRAI und Aleksey Lapin an die russisch-ukrainische Grenze. Dort lädt der Regisseur die Bewohner:innen seines Heimatdorfes zu einem Casting für einen historischen Film ein. Fragemente des Alltags, gemeinsame Inszenierungen und Dialoge formen in KRAI das verwunschene und kurzweilige Making-Of eines Films der nie entstand.

Trailer und alles Weitere hier: MAI 2022

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Abschied und Neubeginn im April

Szene aus dem Dokumentarfilm ADELHEID, KORNELIUS & DIE TÖDE. Adelheid und Kornelius sitzen im Empfangsbereich eines Hotels auf Fuerteventura.
Foto: © SAILOR`S YARN

Alter, Krankheit, Schulden – den Protagonistinnen unserer April-Filme stehen große Umbrüche bevor.
Los geht es am 12.04. mit ADELHEID, KORNELIUS & DIE TÖDE von Kirstin Schmitt. Eine halbe Ewigkeit, ganze 53 Jahre, sind Adelheid und Kornelius schon verheiratet. Ihren exzentrischen Lebensstil prägte bisher Kornelius, doch seine Krebsdiagnose bringt die Rollen durcheinander. Adelheid will selbstständiger werden, denn sie ahnt, dass sie ihren geliebten Ehemann überleben wird. Ein zärtlicher und humorvoller Film vom langsamen Abschied und dem Versuch das Glück aufrecht zu erhalten.

Zu Gast ist Regisseurin Kirstin Schmitt!

Szene aus dem Dokumentarfilm 80.000 Schnitzel. Eine alte Frau sitzt neben einer Musicbox und hört Musik aus den 1960er Jahren.
Foto: © Zum Goldenen Lamm Filmproduktion GmbH & Co KG

Am 26.04. zeigen wir dann 80.000 SCHNITZEL von Hannah Schweier. Zwei Generationen Frauen haben hier ein gemeinsames Ziel: Den hoch verschuldeten Hof der Familie zu retten. Nach dem Tod ihres Mannes und ihres Sohnes, bleibt die Gast- und Landwirtin Berta (83) zunächst allein zurück. Ihrem Bauernhof mit Gasthaus und Pension droht eine Zwangsversteigerung. Doch ihre Enkelin Monika (33) will den Familienhof in der Oberpfalz nicht einfach aufgeben. Das Leben in der Großstadt und eine aussichtsreiche Karriere lässt für seine Rettung zurück. Können die beiden das Ruder noch herumreißen? Regisseurin Hannah Schweier begleitet ihre Schwester und ihre Oma ein Jahr bei diesem Versuch und schafft ein feinfühliges Familienportrait.

Auch an diesem Abend gibt es Gelegenheit zum Gespräch mit der Regisseurin – Hannah Schweier wird zu Gast sein!

Weitere Infos und Trailer findet ihr hier: APRIL 2022

Lasst euch diese tollen Filme und Filmgespräche nicht entgehen!