Kategorien
Programm

Verdrängen und Erinnern im Oktober

Liebe Freund:innen des Dokumentarfilms,

es ist viel los im Dokusalon! Zu gleich drei Terminen möchten wir euch im Oktober einladen. Zwei Abende widmen wir dabei der NS-Zeit bzw. der Erinnerung an diese. Dazu präsentieren zwei intensive Filme, die formal sehr unterschiedliche Zugänge zur Erinnerung und Erinnerungskultur bieten.
Darüber hinaus beginnt im Oktober unsere Kooperation mit dem Fachtag „Sozial- statt Polizeiarbeit“. Diese Veranstaltungsreihe möchte auf den Missstand aufmerksam machen, dass städtische Politik gesellschaftliche Probleme zu häufig durch mehr Polizeiarbeit lösen möchte. Dazu gibt es im Oktober bei uns eine Filmvorführung plus Diskussion.

Die Termine im Überblick:

Foto: © Grandfilm

Wir starten am 13.10.2026 mit ZUSTAND UND GELÄNDE von Ute Adamczewski. Ihr eindringlicher Essayfilm handelt von wilden Konzentrationslagern, die die SA bereits 1933 einrichtete, um politische Gegner:innen auszuschalten. Heutige Ansichten dieser Orte treffen auf aus dem Off verlesene bürokratische Briefwechsel, Tagebucheinträge und literarische Fragmente. In dieser Gegenüberstellung legt der Film ein Ge-Schichte historischer Ereignisse und ihrer erinnerungspolitischen Diskurse frei. Zu Gast ist Regisseurin Ute Adamczewski!

Foto: © imFilm

Am 20.10.2026 zeigen wir dann EUROPA PASSAGE von Andrei Schwartz. Fünf Jahre begleitet der Filmemacher rumänische Roma, die zwischen ihrem Heimatdorf Nămăești und Hamburg pendeln. Mangels Arbeit und Perspektiven in Rumänien verdienen sie ihren Lebensunterhalt mit Betteln. Sie schlafen unter Brücken und in Parks, in ständiger Angst entdeckt und vertrieben zu werden. Screening im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Sozial- statt Polizeiarbeit“. Anschließend Diskussion mit Jonny Schanz von der Drogenberatungsstelle ABRIGADO und weiteren!

Foto: © imFIlm

Am 27.10.2026 zeigen wir schließlich DAS UNGESAGTE von Patricia Hector und Lothar Herzog und kehren noch zum Thema der Aufarbeitung des Nationalsozialismus zurück. Ihr Interview-Film arbeitet gegen ein bedrückendes Schweigen an, denn in fast allen deutschen Familien war die NS-Zeit nach 1945 tabu. Doch was denken die verbliebenen Zeitzeugen über ihr Verhältnis zum Dritten Reich heute? Anhand ausführlicher Gespräche mit elf Zeitzeug:innen beleuchtet DAS UNGESAGTE ihren moralischen Zwiespalt, verdrängte Schuldgefühle, Trauma und Trauer.

Trailer und weitere Informationen: OKTOBER 2026

Wir freuen uns auf euren Besuch!
Euer Salon

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.