Alte Utopien in heutiger Zeit

Im Juni bereisen wir zwei Orte, die ihrer Zeit als Stadt gewordene Utopie galten. Die eine im Osten, Nowa Huta im Nachbarland Polen. Die zweite im Westen, Milton Keynes in England.

Wir starten am 11.06.2019 mit Dariusz Kowalskis RICHTUNG NOWA HUTA. Die namensgebende Stahlarbeiterstadt entstand 1949 unweit von Krakau und galt als sozialistisches Vorzeigeprojekt. Mit einem persönlichen und oft humorvollen Blick nähert sich Dariusz Kowalski der Vergangenheit und Gegenwart seiner Geburtsstadt an.

Weiter geht es dann am 25.06.2019 mit CONVERSATIONS IN MILTON KEYNES von Ingo Baltes. Dieser strandet auf einer Busreise im britischen Milton Keynes. In den 1960ern wurde in dieser Retortenstadt die Vision eines autofreundlichen Wohnens im Grünen realisiert. Der Film beleuchtet Utopie und heutige Realität der Stadt und fängt ihre Atmosphäre ein.
Zu Gast ist Regisseur Ingo Baltes!

Trailer & weitere Infos: JUNI 2019

Flucht und Rettung im Mai (Update)

Liebe Freund*innen des Salons,

letzten Monat ging es thematisch bei uns um Flucht und die europäische Mittelmeergrenze. Dariush war da und hat von der Seenotrettung berichtet, danke dafür und danke Euch! Denn wir haben Eure Spenden aufgerundet und konnten Sea-Watch, LIFELINE & Jugend Rettet jeweils 200€ überweisen.

Auf bald!
Euer Salon

Flucht und Rettung im Mai

Im Mai möchten wir uns mit dem Thema der Flucht nach Europa beschäftigen. Während sich der Staatenbund immer weiter abschottet und Seenotrettung kriminalisiert wird, hält die dramatische Situation der Flüchtlinge an. Zwei Filme mit sehr unterschiedlichen aber konzeptionell interessanten Zugängen möchten wir euch vorstellen.

Wir starten am 14.05.2019 mit LES SAUTEURS – THOSE WHO JUMP von Moritz Siebert, Estephan Wagner und Abou Bakar Sidibé. Letztgenannter ist zugleich Protagonist und Dokumentierender dieses Films. Wie viele andere auch möchte er die hochgesicherte Grenze der spanischen Enklave Melilla überwinden. Nach 14 Monaten zermürbenden Wartens und vielen gescheiterten Versuchen beginnt er zu filmen. Seine Aufnahmen geben Einblick in den Alltag und die Hoffnungen der Flüchtenden im provisorischen Camp unweit der Grenze, die Afrika von der Europäischen Union trennt.

Weiter geht es am 28.05.2019 mit HAVARIE von Philipp Scheffner. Am 14. September 2012 trifft das Kreuzfahrtschiff „Adventure of the Seas“ im Mittelmeer auf ein manövrierunfähiges Schlauchboot mit 13 Menschen an Bord. Der Film zeigt in einer einzigen, ungeschnittenen Sequenz das Geschehen auf See. Akustisch untermalt wird das Ganze durch Funkverkehr und Gesprächsausschnitte von beiden Schiffen. Dabei entsteht eine dichte Collage, in der sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Flüchtenden und der Reisenden auf dem Mittelmeer spiegeln.

Gast: Dariush Beigui / Crew-Mitglied der „Iuventa“

Weil wir der Überzeugung sind, dass Menschenleben retten nicht kriminalisiert werden darf, werden wir eure Spenden diesen Monat komplett an Jugend Rettet, Sea-Watch und LIFELINE weiterreichen.

Trailer & weitere Infos: Mai 2019

Mythen & Orte im April

Unsere Filme im April erforschen Orte sowie die individuellen Erinnerungen und kollektiven Vorstellungen, die mit diesen verknüpft sind.

Los geht es am 09.04.2019 mit AUS WESTLICHEN RICHTUNGEN von Juliane Henrich. In ihrem Filmessay geht sie der Frage nach, was den Mythos des „Westens“ ausmacht und wie sich dieser in die bundesrepublikanische Geschichte und Architektur eingeschrieben hat. Mit unverortbaren Ansichten von westdeutschen Städten, Einfamilienhäusern, Fahrten über Autobahnen und durch Industriegebiete nähert sie sich dem Phänomen an.

Weiter geht es am 23.04.2019 mit HOTEL JUGOSLAVIJA von Nicolas Wagnières. Das Hotel Jugoslavija war Zeuge vieler Momente, die das ehemalige Jugoslawien geformt haben: von Tito bis Milosevic, vom Sozialismus bis zum korrupten Liberalismus. Der Film entfaltet sich als Reise durch Epochen und Räume, von subjektiver Erinnerung zum kollektiven Unbewussten.

Trailer & weitere Infos: APRIL 2019

Europäisch-Israelische Familiengeschichten

In unserem März-Programm geht es um europäisch-israelische Familiengeschichten und um das Erinnern, seine Subjektivität und das, was man nicht erinnern will.

Wir starten am 12.03. mit DIE WOHNUNG von Arnon Goldfinger. Nach dem Tod der Großmutter findet seine Familie in deren Tel Aviver Wohnung Briefe und Fotos, die von ihrer Freundschaft zur Familie eines SS-Offiziers zeugen. Diesem Rätsel ihrer Familiengeschichte forscht der Filmemacher mit seiner Mutter in Israel und Deutschland nach.

Weiter geht es am 26.03. mit SHALOM ITALIA von Tamar Tal Anati. In ihrem dokumentarischen Roadmovie begleitet sie drei jüdische Brüder aus Italien, alle weit über 70 Jahre alt, auf der Suche nach der Höhle, die ihnen während des Krieges das Leben gerettet hat. Dabei stellen sich Fragen über das Wesen von Erinnerung und Wahrheit.

Weitere Informationen und Trailer findet ihr unter: März 2019

Bauchtanz, Steckenpferede & Female Empowerment

In unseren Filmen im Februar solidarisieren sich Frauen miteinander und stützen sich gegenseitig in ihren jeweiligen Lebensphasen, sie spielen nach ihren eigenen Regeln und haben jede Menge Spass dabei.

Los geht’s am 12.02.2019 mit DIE MIT DEM BAUCH TANZEN von Carolin Genreith. Der Film geht der Frage nach: Wie als Frau in Würde altern? Während Carolin tief in der Quarterlife-Crisis steckt, krempelt ihre Mutter ihr Leben komplett um, findet neue Liebe, schließt sich einer Bauchtanzgruppe an und – wird glücklich. Können wir von unseren Müttern lernen?

Weiter geht es am 26.02.2019 mit HOBBYHORSE REVOLUTION von Selma Vilhunen. Beim Hobby Horsing geht’s auf dem selbstgebastelten Steckenpferd über den Dressurparcours und Hindernisse. Für die jungen Reiterinnen geht’s aber um weit mehr als die perfekte Kür und Wettbewerbe. Es geht um Gemeinschaft, Anerkennung und Empowerment.

Trailer & weitere Infos: FEBRUAR 2019

Amerikanische Legenden im Januar

Wir hoffen ihr seid gut gerutscht und wünschen euch ein Frohes Neues! Im Januar geht’s bei uns um tatsächliche und verhinderte amerikanische Legenden.

Wir starten am 08.01.2019 mit DON’T BLINK — ROBERT FRANK von Laura Israel. Mit seinem Fotobuch „The Americans“ revolutionierte der namensgebende Fotograf in den 1950er Jahren die Fotokunst und wurde zum Liebling der US-Gegenkultur. Der Film ist das Portrait eines Künstlers, der sich seinen Humor und ungewöhnlichen Blick auf die Welt bis ins Alter bewahrt hat.

Weiter geht es dann am 22.01.2019 mit A BAND CALLED DEATH von Mark Covino und Jeff Howlett. Noch vor den „Bad Brains“, „Sex Pistols“ und „Ramones“ entwickeln die Brüder David, Bobby, and Dannis Hackney einen Sound, der als „Punk“ bekannt wird. Dies ist die Geschichte der US-Band „Death“, ihrer Wiederentdeckung und späten Würdigung als Punk-Pioniere.

Weitere Informationen und Trailer findet ihr unter: http://dokumentarfilmsalon.blogsport.de/januar-2019/

Plätzchen & Punsch im Dezember

Auch dieses Jahr haben wir im Dezember nur einen Termin, den 11.12.2018. Diesen Tag wollen wir nutzen um das Dokujahr gemütlich ausklingen zu lassen. Dafür haben wir drei Überraschungsfilme ausgewählt und stellen sie euch vor. Ihr entscheidet dann was läuft! Am Tresen gibt’s für euch Plätzchen und leckeren Punsch. Kommt rum!

Große Bühne & große Klappe im November

Im November verschaffen sich zwei sehr unterschiedliche kontemporäre Bands in unserem Saal Gehör.

Wir starten am 13.11. mit TOKIO HOTEL – HINTER DIE WELT von Oliver Schwabe. Der Film zeichnet die Geschichte der 2001 entstandenen Band nach, die wenig später unter dem Namen TOKIO HOTEL die Welt erobert. Sie werden belächelt, verehrt und gehasst. Im Film sprechen die Bandmitglieder über aufdringliche Fans, die Unzertrennlichkeit der Zwillinge, Sexualität, Heimat und Musik. Zu Gast ist Regisseur Oliver Schwabe!

Weiter geht es am 27.11.2018 mit WILDES HERZ von Charly Hübner und Sebastian Schultz. FEINE SAHNE FISCHFILET ist eine der erfolgreichsten Punkbands in Deutschland. Laut und energisch stellt sich die Gruppe um Jan „Monchi“ Gorkow gegen Nazis, Leerstand und Wendeverliererfrust. Das Porträt eines jungen Musikers, der sich mit großem Herzen und noch größerer Klappe gegen den Rechtsruck stemmt und dabei von nichts aufzuhalten ist.

Weitere Informationen und Trailer findet ihr unter: NOVEMBER 2018

Jagdtourismus & Gender-Terror im Oktober

Auch dieses Jahr haben wir eine kleine Kooperation mit den Lesbisch Schwulen Filmtagen und machen aus diesem Anlass am 09.10. ein kleines Warm-Up. Wir zeigen dann den Film BIXA TRAVESTY von Claudia Priscilla und Kiko Goifman. Darin sagt die Sängerin und selbstbetitelte Gender-Terroristin Linn da Quebrada dem brasilianischen Machismo den Kampf an. Als Transfrau aus den Peripherien São Paulos erhebt sie ihre Stimme für die Queers of Colour aus den Favelas. Der Film ist ein politisches als auch intimes Portrait der streitbaren Künstlerin.

Beim zweiten Termin, am 23.10., geht es dann mit mit Ulrich Seidels SAFARI nach Afrika. Der Film begleitet deutsche und österreichische Jagdtouristen in der Wildnis – beim Lauern, beim Pirschen, beim Schießen. Er zeigt sie vor Glück weinend und mit ihren Trophäen posierend. In Interview-Sequenzen sprechen sie über den Reiz der Wildtierjagd. Ein Urlaubsfilm über das Töten und dessen hintergründigen Alltag.

Weitere Informationen und Trailer: OKTOBER 2018






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